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Die Lokale Zeitung Ingelheim Chormusik zur PassionDie Lokale Zeitung Ingelheim - Mai 2004Mainzer Figuralchor gastierte in der BurgkircheLebendige Koloraturen, berückende Pianopassagen, Steigerung bis zum Fortissimo und sauber verklingende Schlussakkorde: All diese Kriterien trafen auf den „Mainzer Figuralchor” zu, der in der Burgkirche gastierte. Er brachte Chorwerke zur Passionszeit zu Gehör und wurde vom Blechbläserensemble Eckhard Schmidt sowie von der Organistin Ina Rößler begleitet. Am Anfang stand die „Funeral Music of Queen Mary” von Henry Purcell, deren Texte dem Buch Hiob und dem Gebetbuch von 1660 entnommen waren. Sie wurde von einem feierlichen, düster pathetischen Marsch eingeleitet, der von den Bläsern mit behäbigem Duktus interpretiert wurde. Abwechselnd folgten dann klagende Trauergesänge und weitere Instrumentalintermezzi, die die vorher dargebrachten Inhalte meditativ verarbeiteten. Nach der verzweifelt in immer höhere Tonfolgen aufsteigenden Bitte um Erbarmen gab es einen ergreifend versöhnlichen Schlusschoral. Als weiteres farbenprächtiges, barockes Klanggemälde erschien dann Domenico Scarlattis „Stabat Mater” auf dem Programm. Ein teilweise zehnstimmiges Chorwerk von großem Umfang, das Dirigent Stefan Weiler mit differenzierten Impulsen versah. Erstaunlich, wie sauber der Chor bei den riesigen Passagen die Stimmung hielt. Es kam dabei auch die schöne Klangfärbung des Ensembles zu Tage, das über erstaunlich viele Männerstimmen verfügt. Sphärisch schöne Passagen wurden später von den Sopranen in Paul Hindemiths „Apparebit repentina dies” gesungen. Dieses Werk bildete einen wirkungsvollen Gegensatz zu den vorher gehörten Barockkompositionen. Für die Stimmen der Choristen wurde es zur großen Herausforderung, der sie blendend gerecht wurden. Begleitend wirkten hier kraftvoll die Blechbläser, die sich harmonisch mit dem Chor mischten. HaR
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